Aufs Auge

„Passt wie die Faust aufs Auge“.
Wird heute sehr häufig für eine besonders gute Passung verwendet.
Früher war das anders – zumindest in meiner subjektiven Erinnerung. Da stand die Formulierung für etwas, das auf eine präzise Art äußerst unpassend war. Denn die Faust gehört ja nun gerade nicht aufs Auge. Aus dieser Doppelbödigkeit ergibt sich auch die früher dominierende ironische Verwendung.

Ist da nur die Ironie verloren gegangen? Das einfache Nach- (oder Vor-)Denken über das, was man sagt? Oder ist es schlicht üblicher geworden zu denken, dass die Faust wirklich aufs Auge passt?

Es soll ja auch Leute geben, die der Meinung sind, Loriots neue Hose passe so perfekt wie vom Verkäufer behauptet.

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