Coxcomb

Ein altes englisches Schimpfwort, das sich auch im „Shakespeare Insult Kit“ findet.
Wörtlich „Hahnenkamm“, im Mittelalter zunächst als – nahe liegende –  Bezeichnung für die Narrenkappe, dann für den Narren selbst verwendet. Spätestens das gleichnamige Theaterstück von Beaumont and Fletcher aus dem frühen 17.Jahrhundert zeigt eine Bedeutungsverschiebung hin zum eitlen, hohlen, selbstgefälligen Fatzke. (Vgl. auch  „Jeck“ und „Geck“ im Deutschen.)

Samuel Pepys stößt in seinem Umfeld – Königlicher Hof und Flottenamt im London der 1660er Jahre – immer wieder auf Prachtexemplare dieser Spezies „Coxcomb“ und verewigt sie in seinen wunderbaren  Geheimen Tagebüchern:
„Like an ignorant illiterate coxcomb“
„But a vain coxcomb I perceive he is though he sings and composes well.“
Und besonders schön weil wortvergessen:
„Mr. Wiles the coxcomb whom I saw heretofore at the cockfighting…“
Also ganz wörtlich „Der Hahnenkamm, den ich zuvor beim Hahnenkampf gesehen hatte…“
Vergleichsweise aktuelle Musik dazu:
Carly Simon, You’re so Vain.

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Ein Gedanke zu „Coxcomb

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