Gott würfelt doch…

Gottwürfelt

… und kleine Engel halten ihm den Becher.

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IndianGirl

Was haben die Menschen eigentlich vor der Erfindung des Smartphones gemacht? Gewartet. Fest daran geglaubt. Und schon einmal geübt. Auch wenn es noch über hundert Jahre dauern sollte.

Wie bei Erastus Dow Palmers  „Indian Girl“ (auch „Dawn of Christianity“) von 1853-1856. Federn sammelnd hüpfte es durch die Wälder, bis es auf ein Kruzifix stieß, dessen virtuelle Wunderbarkeit es so verzauberte, dass es die platte heidnische Realität der indianischen Vogelfedern völlig vergaß.

 

Bild: The Metropolitan Museum of Art New York www.metmuseum.org

 

 

Wussten Sie dass Prinz Philip von der Südsee-Insel Tanna stammt?

Diese Frage stellt eine Gruppe traditioneller Melanesier auf ihrer Reise durch das heutige Großbritannien immer wieder.

Die wunderbare TV-Dokumentation von 2007  begleitet die Gruppe auf Ihrer Suche nach Prinz Philip. Als Anhänger eines Cargo-Kults halten sie Prinz Philip für den Sohn eines Berggeists, der über den Ozean gegangen ist, um eine mächtige Frau zu heiraten. Eines Tages, heißt es, wird er zurück kehren, um seine Leute in eine bessere Zukunft zu führen.

Das ist schon eine Geschichte für sich. Das Spannende an dem Film ist allerdings der fremde Blick, den die Besucher auf das westeuropäische Leben werfen. Die Fragen, die sie ihren Gastgebern aus sehr unterschiedlichen Milieus zu deren Lebensweise stellen, geben auf sehr fundamentale Weise zu denken. Eine filmische Umsetzung des berühmten Papalagi-Büchleins von 1920.

Zu sehen diese Woche bei arte TV bzw. arte+7.