Sechs Gründe der Schule fernzubleiben

1.
Hans Bossen hat 2 Söhne bei den Pferden und 1 Mädchen bei den Kindern und Gänsen

2.
Henning Blomberg hat einen Sohn von 4 Jahren und eine Tochter von 7 Jahren welches die Gänse hütet. Er hat schwere Not!

3.
Heinrich Pully ist es unmöglich 1 Mariengroschen (8 Pfg.) Schulgeld die Woche zu zahlen. Falls 4 Pfg. aus der Armenkasse kommen, dann wird sofort das Kind geschickt.

4.
Siemon Rühmann gibt an, seine Tochter sei 12 Jahre und so lange zur Schule gegangen, dass sie ein Evangelium lesen könne. Das müsse reichen, er müsse dieselbe nun zur Arbeit behalten.

5.
Hans Schatz würde sein Kind gern zur Schule schicken, er hat aber weder Kleider noch Schuhe für sie.

Alle vorgebracht im Jahr 1667 im Bereich des Amtes Lutter (Harz)

6.
enschuldigung schreiebn schule 3 tage vor dem ferien fehlen!!!
hi leute!ich wollte nachfragen wie ich begründen kann oder eine Entschuldigung schreiben kann wenn ich 3 tage vor den Sommerferien wegfliege! und noch mal zu Info wir haben auch schon gebucht was könnte ich jetzt da als Entschuldigung an die schule schreiben???danke im voraus!

Post bei gutefrage.net 2011

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Tiergestützte Sprachpädagogik

Familie im Café. Vater zu präpubertärer Tochter:
Wenn de dit noch einmal sachst, dann landen deene Fische inne Kanalisation. Sowat sacht ma nich.”
Mutter: „Dann landen die im Klo.”
Vater: „So.”

Abkindern

Bei wer-weiss-was? wurde 2006 die Frage nach der Bedeutung von „abkindern“ gestellt. Aus den Antworten:
– Wenn der Vater einer sehr kinderreichen Familie abends nach der Arbeit das   Spalier seiner Kinder abschreitet und mit jedem ein paar Worte wechselt.
– Analog zu abstillen: der Entschluss, fortan keine Kinder mehr zu bekommen.
– Gebären, werfen
Zugegeben, der Frager wusste die Antwort selbst, und die Antworten waren nicht unbedingt ernst gemeint.

Die richtige Antwort nach Wikipedia:
In der DDR wurde Neuvermählten ein zinsloser „Ehekredit“ von bis zu 5.000 Mark – später 7.000 Mark – gewährt. Stellten sich Kinder ein, wurde die abzuzahlende Kreditsumme entweder gemindert (beim ersten Kind um 1.000 Mark, beim zweiten Kind um weitere 1.500 Mark) oder galt bei Geburt des dritten Kindes als getilgt. Der Volksmund kreierte dafür den Begriff „Abkindern“.

Verwendungsbeispiel nach Wiktionary:
„Dagmar und ich haben jetzt schon 2.500 Mark abgekindert.“

Begriff und Sachverhalt sind keineswegs völlig verschwunden. So berichtet die Chemnitzer Morgenpost 2010 von der Möglichkeit, Sanierung oder Erwerb von Wohnungen „abzukindern“. Vielleicht kann auch Peter-Zwegat das Abkindern als Rückzahlungsmodell für seine Kreditproblemkundschaft übernehmen.

Nicht abkindern können die Kinderlosen, die nach aktuellem Vorschlag der „Jungen Gruppe“ in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch noch für fremde Kinder zahlen sollen. Ein Vorschlag, den die Kanzlerin allerdings nicht abkonnte.

Wie gerufen

Anfang der Siebziger vor einem Mehrfamilienhaus mitten in der Kurpfalz.
Ein Junge ruft aus dem Fenster seinen kleinen Bruder ins Haus: „Alla kumm roi!“
Der versteht das und folgt doch erst nach weiteren Aufforderungen.
Wer das nicht verstehen sollte – es bedeutet so viel wie „Los jetzt, komm herein!“
„Alla“ ist dabei die kurpfälzische Version des französischen „Allez“, die dem Kurpfälzer so selbstverständlich und regelmäßig aus der Kehle kommt wie die Atemluft. Wer etwa zum Aufbruch aufgefordert wird, hört ein „Alla hopp!“, äußert zum Einverständnis ein „Alla gut“ und sagt zum Abschied „Alla dann“.
Dem kleinen norddeutschen Zuwanderer, der damals Ohrenzeuge des „Alla kumm roi!“ wurde, war dies alles fremd. Er ging zu seiner norddeutschen Mama und berichtete, der Nachbarsjunge hieße Allah. Doch, der Bruder hätte ihn mehrfach so gerufen.
Vierzig Jahre später ist die Mehrheit in dem Haus islamischen Glaubens. So hat der kleine Norddeutsche in gewisser Weise doch noch Recht bekommen. Allah jedenfalls scheint den Ruf verstanden zu haben. Allerdings scheint er eine noch viel längere Reaktionszeit gehabt zu haben als der kleine Bruder.
Doch vor dem Herrn sind bekanntlich tausend Jahre wie ein Tag. Und wenn man  die fünfzehn Minuten, die der kleine Bruder vielleicht brauchte, dem Ruf ins Haus zu folgen, in fünfzehn Minuten Allah-Zeit umrechnet, kommt man auf etwa zehn Menschenjahre. Und siehe, das ergibt tatsächlich auch die Zeitspanne, nach der die ersten Muslime in das Haus zogen.
Und deren Kindeskinder halten die eingeborenen „Alla!“-Rufer heute vielleicht für kleine Muezzins.