Schranktürcode geknackt!

Bei Proust hatten die Wände Ohren.
Bei Google enthalten Schranktüren Barcodes.

cms-SWR-Studio2Aus der Lamellentür im Hintergrund hat Google/Goggles ungefragt einen Barcode ausgelesen und sofort in einen Kaufvorschlag umgesetzt. Die Schranklamellen führen also direkt zu dem herrlichen „Ann Taylor Lemon Tisane Petite Perfect Long Sleeve Button Down Shirt“ für nur $ 69,50.

 Bild des Produkts

Auch eine Variante des „Internets der Dinge“. Der Schrank bestellt sich seine Klamotten selbst.

Den Nutzer braucht es gar nicht mehr. Er stört allenfalls beim Einlesen des Codes.
Dass das Ganze während eines Interviews zum Thema „Bedeutung von Kleidung“ geschah, liegt gewiss an Google Now.

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Kleider die auf den Tod warten

„Death cannot wait for the clothes, it’s the clothes that should wait for death.“
Kaja (Tuzla, Bosnia & Herzegovina), 2006

Auf dem Balkan haben Frauen traditionell zu Lebzeiten die Kleidung parat, in der sie einmal bestattet sein wollen. In einem erhellenden und berührenden Projekt hat die britische Fotografin Margareta Kern, die selbst aus Kroatien stammt, solche Frauen interviewt und zusammen mit dem Totenkleid fotografiert.

http://www.margaretakern.com/projects/clothesfordeath.htm