Gloobstde jaanich

An einer Berliner Museumsgarderobe legt der Besucher mehrere Jacken und Mäntel auf den Tresen. Streicht sie glatt. Das geht alles zusammen.
Na klar, sagt der äußerst freundliche Mitarbeiter und zieht eine durchsichtige, nicht allzu große Plastiktüte unter dem Tresen hervor. Er stopft einen Schal hinein. Det gloobste jaanich, wozu sone Plastiktüte allet jut is. Es folgen in aller Ruhe eine Weste und eine kleine Strickjacke. Dabei schaut er dem Besucher freundlich unverwandt in die Augen. Gloobste jaanich, wat da allet rin jeht.  Der Besucher kann nur freundlich zurücklächeln. Da ist die große Strickjacke auch schon drin. Is ja heutzutache allet büjelfrei. Bleiben noch ein Mantel und eine Jacke. Deren Innenfutter passt auch noch in die Tüte. Mit freundlichem Druck. Mantel und Jacke? Kommen tatsächlich an einen Haken. Gloobste jaanich.
Leicht benommen steuert der Besucher die Ausstellungsräume an. Glatt gleitet die große Garderobenmarke in die Gesäßtasche. Gloobste jaanich.

 

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