24 – Jetzt auch im Radio

Interviewanfrage eines Radiosenders, der tagein tagaus die immer gleiche Ballermusik sendet. Interviewthema: Welche Auswirkungen hat es, wenn ein Mensch vierundzwanzig Stunden mit demselben Lied beschallt wird?

Plötzliche Selbsterkenntnis?
Oder doch nur die konsequente Überlegung, die vielen verwirrenden Songtitel für den immer gleichen Konfektionslärm abzuschaffen?

William Burroughs hätte wahrscheinlich das Sendegebäude mit haushohen Lautsprecherwänden umstellt und vierundzwanzig Stunden lang immer wieder die eine Songzeile hineindröhnen lassen: All we hear is Radio ga ga.

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Sax Royal

Herr Mangelsdorff, Sie haben mit dem thailändischen König Bhumipol gespielt. Wie spielt der König Saxophon?
Also für’n König ganz gut.

Albert Mangelsdorff, 1963.
Der „Internationale Tag des Jazz“ am 30. April soll laut UNESCO an die künstlerische Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine weltweiten Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung erinnern.

Wer das lesen kann…

… ist zu jung.
wer kauft heute noch cds?
alte leute mit leseschwachen augen.
was macht die gebeutelte cd-industrie?
cd-covers und booklets mit so kleinen schriften, dass selbst junge sie kaum lesen könnten. wenn sie denn cds kauften.
wer hat ein interesse an diesen kleinen schriften?
die alten käufer? nein.
die cd-verkäufer? kaum.
unfähige typografen? mhm.
nein, es ist…
die lesebrillenindustrie!
die erste etwas größer geschriebene zeile in obigem beispiel lautet übrigens:
GIVE IT UP