Eherelevante Kunsterfahrung

Aus einer Ehebeurkundung von 1756:

„Den …ten Jun: sind nach geschehener Proclamation, alhier copuliret der kunsterfahrene Junggeselle XY, Organist und Schulbedienter hie-selbst, ….,  und die ehr und Tugendbelobte Jgfr WZ, …“

Dem Manne wurde “Kunsterfahrung” per Heiratsurkunde attestiert. Was allerdings auch kein weicheres Kriterium als “ehr und tugendbelobt” ist.

Was könnte man da heute hinschreiben?
“Der internetaffine Single, Blogger und Barkeeper” und “die Unnahbare mit den 1000 Facebook-Freunden”?
“Copuliret”, gerne auch “öffentlich in der Kirche kopuliert”, müsste man ja heute auch anders formulieren.

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Hot or not?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum so viele Menschen mit schlecht sitzender Kleidung herumlaufen? Weshalb so viele Tiere mit verstrupptem Pelz umhertrotten?

Schuld daran sind die Gebrauchsanleitungen.
Für Bügeleisen:
„Textilien nie am Körper bügeln!“
„Bügelsohle niemals auf Menschen oder Tiere richten!“

FAZ endlich Vorreiter bei Rechtschreibung!

Die FAZ meldet exklusiv die geplante Anpassung der deutschen Rechtschreibung an globale Gegebenheiten:
Internationale Anforderungen
Selbstverständlich im Innovationsressort „Technik & Motor“.

Wir waren aber auch nicht untätig und haben uns Gedanken zu möglichen
Einsparungen bei der Rechtschreibung gemacht:

d nst rchtschrbrfrm
rmglcht grß nsprngn
gntr grss lst mn jtzt
drßg przt schnllr
nr mrcl rch-rnck
blbt mndlch wtrhn shr lng

Rentenwegfallalter

Bürokratenwort für Sterbealter.
Gerade wieder in der Öffentlichkeit, im Kontext der Diskussion zum Thema „Wer früher stirbt, war länger arm“.
Kein schönes Wort, aber aus Perspektive der Rentenkassen wohl zutreffend.
Nur nicht in Griechenland, da sind zu häufig nur die Rentner, nicht aber die Renten weggefallen.

Im Gegensatz zum „Rentenwegfallalter“ scheint das „sozialverträgliche Frühableben“ – „Unwort des Jahres“ 1998 – vom damaligen Ärztepräsidenten ironisch-provokativ verwendet worden zu sein. Hat aber wohl keiner gemerkt.